Publikum beim Münchner DOK.fest zeichnet Schweizer "Electroboy" aus

Beim am 17. Mai zu Ende gegangenen Dok.fest München wurden tags zuvor die Preise vergeben. Der vom Bayerischen Rundfunk und Global Screen gestiftete Hauptpreis Viktor Main Competition (dotiert mit 10.000 Euro) ging an die dänisch-polnische Koproduktion "Something Better to Come". Darin hat Regisseurin Hanna Polak ihre Protagonistin Yula, die mit anderen Mittellosen auf Europas größter Mülldeponie am Rande Moskaus lebt, 14 Jahre lang begleitet. Die internationale Jury, bestehend aus Ruth Diskin (Ruth Diskin Films, Jerusalem), Volker Heise (zero one film, Berlin) und Jamila Outraková (Dokumentarfilmfestival Jihlava, Tschechien) hat darüber hinaus eine lobende Erwähnung an Agnieska Zwiefkas deutsch-polnischen Dokumentarfilm "The Queen of Silence" über die zehnjährige Denisa, die taub ist und traumhaft schön tanzen kann, vergeben.

Mit dem von Planet gestifteten Viktor DOK.deutsch (dotiert mit 5.000 Euro) wurde Simon Brückners "Aus dem Abseits" ausgezeichnet, in dem sich der Filmemacher auf die Spurensuche nach seinem verstorbenen Vater Peter Brückner, einem der zentralen Unterstützer der deutschen Studentenbewegung, macht. Eine lobende Erwähnung ging an die deutsch-österreichische Koproduktion "Fang den Haider". Regisseurin Nathalie Borgers versucht darin zu ergründen, warum der rechtspopulistische Politiker Jörg Haider trotz eines Korruptionsskandals nach seinem Unfalltod zum Helden stilisiert wurde.

Erstmals hat die Redaktion des BR-Magazins "Kino Kino" auf dem DOK.fest München einen undotierten Publikumspreis ausgelobt. Er ging an die Schweizer Produktion "Electroboy", in dem Regisseur Marcel Gisler den Schweizer Snowboardprofi, Topmodel, Internetpionier, Musiker, Designer und Autor Florian Burckhardt porträtiert.

(MEDIABIZ)

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